Pressemitteilungen 2008

Förderverein sorgt für "starken" Auftritt (BSZ, 19.12.2008)

Erfolgreiche Teilnahme des BSZ „Julius Weisbach“ am Chemnitzer Bildungsmarkt (BSZ, 07.11.2008)

Finanzminister Georg Unland diskutiert mit Schülern am BSZ (Freie Presse, 09.09.2008)

Haus in Flöha vor der Schließung bewahrt (Freie Presse, 05.09.2008)

Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ erfolgreich in das neue Schuljahr gestartet (BSZ, 03.09.2008)

Letzter Schultag der 13er des Beruflichen Gymnasiums (Freie Presse, 12.06.2008)

Ausbildungsberuf Mechatroniker/-in nun auch am BSZ "„Julius Weisbach" (BSZ, 03.03.2008)

Berufliche Weiterbildung (Staatlich geprüfte Techniker) (BSZ, 01.02.2008)


Erfolgreiche Teilnahme des BSZ „Julius Weisbach“ am Chemnitzer Bildungsmarkt

Am Freitag, dem 07.November 2008, war es endlich soweit: die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsrichtung „Wirtschaftsassistent Fachrichtung Umweltschutz“ nahmen nach langer Vorbereitungsphase am 4.Chemnitzer Bildungsmarkt teil.

Im Rahmen eines mehrwöchigen Projektes im Unterrichtsfach „Umwelttechnologien/Umweltrecht“ befassten sich die Berufsfachschüler unter anderem mit der alten Kunst der Köhlerei zur Holzkohlegewinnung. Sie untersuchten, wie viel Holz man für einen Meiler benötigt und was man beim Aufbau und Betrieb alles beachten muss. Immer wieder gab es neue Ideen, wie man die Geschichte und Technologie am besten darstellen könnte.

Beim Bildungsmarkt konnten die Schüler dann endlich ihre Arbeitsergebnisse präsentieren. Die Holzkohleherstellung wurde auf sehr interessante und anschauliche Weise den Schülern der Grund- und Mittelschulen erläutert. Zunächst wurde ein Video vorgestellt, welches das selbständige Herstellen von Holzkohle zeigt. Außerdem standen zwei selbstgefertigte Modelle zur Ansicht bereit, die sowohl den Querschnitt eines Kohlemeilers als auch Ausschnitte des früheren Köhlerlebens verdeutlichten. Um den Kindern und Jugendlichen die alte Kunst der Köhlerei anschaulich vor Augen zu führen, hatten sie die Möglichkeit, selbst einen Präsentationsmeiler aus Holz, Moos und Erde zu bauen. Auf das Anzünden des Meilers musste aufgrund der starken Rauchentwicklung leider verzichtet werden. Abschließend überprüften die jüngeren Schüler ihr Wissen im Köhlerquiz und versuchten sich als Künstler beim Malen mit Holzkohle.

Während die „Umweltprofis“ aus dem zweiten Ausbildungsjahr als Referenten ihr Wissen an andere Schüler weitergaben, nahmen die „neuen“ Berufsfachschüler als Teilnehmer am Bildungsmarkt teil. Sie informierten sich über die Herstellung von Biodiesel, betätigten sich bei Radio T als Reporter und ergänzten bei Greenpeace ihr Wissen zum nachhaltigen Wirtschaften.

 

 


Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ erfolgreich in das neue Schuljahr gestartet

Die Zusammenführung der beiden Beruflichen Schulzentren „ Julius Weisbach“ Freiberg und „Dr. Werner Jarcke“ Flöha ist erfolgt. Entsprechend einem Beschluss des Kreistages Freiberg wurde das BSZ Flöha aufgehoben und wird seit dem 1. August 2008 als Außenstelle des BSZ „Julius Weisbach“ geführt.

Zum Stichtag 31. August 2008 waren 1.876 Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende in 97 Klassen am Schulzentrum angemeldet, davon ca. 250 am Standort Flöha.

Die Schülerzahlen werden an der Stammschule in Freiberg aufgrund weiterer Anmeldungen von Auszubildenden mit späterem Lehrbeginn noch ansteigen. Im Verlauf der Nachvermittlungsaktion der Arbeitsagentur rechnet die Schule ebenfalls noch mit zusätzlichen Schülern im Bereich der Berufsschule in den Berufsfeldern Wirtschaft, Bautechnik, Elektrotechnik oder Metalltechnik.

87 Schülerinnen und Schüler wurden in die Klassenstufe 11 des beruflichen Gymnasiums aufgenommen, darunter 33 in Flöha.

Erstmalig startete die Fachoberschule in Freiberg. 23 junge Leute mit Berufsabschluss im kaufmännischen Bereich wollen in einem Schuljahr die Studienberechtigung für Fachhochschulen erlangen.

Über 40 Jugendliche nahmen eine Ausbildung an der Berufsfachschule auf, die zu den Abschlüssen als Chemisch-technischer Assistent (zwei Schuljahre in Freiberg) oder Wirtschaftsassistent für Umweltschutz (drei Schuljahre in Flöha) führt. Am Standort Flöha kann man innerhalb dieser Ausbildung außerdem die Fachhochschulreife erlangen.

Die berufliche Weiterbildung an der Fachschule als Bohr- bzw. Geologietechniker haben diesmal 28 junge Frauen und Männer aufgenommen. Damit ist die Freiberger Fachschulklasse wie bereits im Vorjahr ausgelastet.

Nur noch ca. 20 Jugendliche lernen im Berufsgrundbildungsjahr bzw. im Berufsvorbereitungsjahr. Hier macht sich der Rückgang der Schulabgängerzahlen bereits deutlich bemerkbar. Nach mehrjähriger Unterbrechung ist nun wieder eine Sozialpädagogin für die Schüler im Berufsvorbereitungsjahr verfügbar.

Neuigkeiten gibt es in der Berufsschule:

- Erstmalig wird Ende September eine Fachklasse in dem anerkannten Ausbildungsberuf Mechatroniker in Freiberg aufgenommen. Bisher mussten die Lehrlinge der Freiberger Region in Chemnitz die Berufsschule besuchen. 2008 ist es gelungen, für derzeit 20 Lehrlinge eine Klasse in Freiberg zu eröffnen.

- Bereits zum dritten Mal beginnen Lehrlinge ihre Ausbildung im Beruf Berg- und Maschinenmann. Dieses Jahr haben die Unternehmen 25 junge Männer zum Berufsschulbesuch angemeldet.

Rückblick

Lehrkräfte und Schulleitung hatten den Schuljahresauftakt in der letzten Ferienwoche gemeinsam vorbereitet.

Der 18.08.08 diente dem gegenseitigen Kennenlernen im neuen Lehrerkollegium. Das gemeinsame Grillen im Schulgelände im Anschluss bot Gelegenheit, auch den Hausmeistern, Schulsekretärinnen und allen Umzugshelfern für ihren Einsatz zu danken.

Am nächsten Tag besuchten die Lehrkräfte gemeinsam das neu eingerichtete Bergarchiv im Schloss Freudenstein.

Ab Mittwoch stand die fachliche Vorbereitung des neuen Schuljahres im Mittelpunkt. Den Auftakt machte eine Lehrerkonferenz der nun etwa 100 Mitglieder des Kollegiums. Da in der Stammschule am Schachtweg der neue Kreistag Mittelsachsen tagte, mussten die Lehrer nach Flöha ausweichen. Der Besuch der ca. 75 Freiberger Kolleginnen und Kollegen in Flöha war aber ohnehin für die nächste Zeit vorgesehen. Schließlich sollen alle Lehrkräfte einen Überblick über die gesamte Bildungseinrichtung bekommen, die damit die größte im Raum Chemnitz sein dürfte.

Die Kreisreform hat für die Berufsschulen durchaus Vorteile. Erste Kontakte zur Nachbarschule in Döbeln sind bereits geknüpft, um in der Region wohnenden Lehrlingen ggf. kürzere Schulwege zu ermöglichen und Betrieben regionale Bildungsangebote aufzuzeigen.


Ausbildungsberuf Mechatroniker/-in nun auch am BSZ „Julius Weisbach“

Pressemitteilung auch zum Download
Den Vorteil des kurzen Weges zur Berufsschule genießen künftig auch Jugendliche, die in Freiberg und Umgebung einen Ausbildungsplatz für den Beruf Mechatroniker/-in gefunden haben.
Das BSZ „Julius Weisbach“ richtet im Schuljahr 2008/09 eine Fachklasse für das neue 1. Ausbildungsjahr ein. Sobald also 2008 neue Berufsausbildungsverträge für den Ausbildungsberuf Mechatroniker/-in abgeschlossen werden, können diese Auszubildenden von ihrem Betrieb zum Besuch der Berufsschule am Beruflichen Schulzentrum in Freiberg angemeldet werden.
Der Ausbildungsberuf Mechatroniker/-in wurde 1998 als anerkannter Ausbildungsberuf neu geschaffen. Die Berufsausbildung in entsprechenden Betrieben dauert 3,5 Jahre. In dieser Zeit besuchen die Lehrlinge die Berufsschule im Blockunterricht.

Hintergrund:

Im Jahre 1998 waren in der gesamten Bundesrepublik Deutschland 1.321 Ausbildungsverhältnisse registriert. Die Zahl stieg bis 2002 rasant auf 18.069 und bis zum Jahre 2005 auf 21.716 Auszubildende im Bereich der Industrie- und Handelskammern sowie auf 448 Auszubildende im Bereich der Handwerkskammern (Quelle: BiBB).
Mit 1.376 neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen lag der Ausbildungsberuf Mechatroniker/-in im Jahre 2005 an 25. Stelle in Ostdeutschland (Quelle: BiBB)
Im Bereich der IHK’s waren 2006 in Sachsen 1.426 Auszubildende registriert, 6,3% aller Auszubildenden in diesem Beruf (Quelle: Statistisches Bundesamt).
In der Region Freiberg werden jedes Jahr mindestens ca. 20 Ausbildungsplätze in diesem Beruf vergeben. Ein Teil der Betriebe nutzt im Rahmen der Ausbildungsverbünde stabile Kooperationsbeziehungen, um die Berufsausbildung in der erforderlichen Qualität zu sichern. Die Träger der Verbundausbildung decken das breite Spektrum der Metall- und Elektroberufe ab (Saxonia Halsbrücke, BAFV Brand-Erbisdorf, LTB Lichtenberg).
Die Einbeziehung des Berufes Mechatroniker/-in das Fachklassenangebot wird zur Stabilisierung der bestehenden Kooperationen der Lernorte Betrieb, Überbetriebliche Berufsbildungsstätte und Berufsschule beitragen. Die Vorteile dieser Beziehungen können mit den Begriffen „kurze Wege“ und „stabile Kommunikationsstrukturen“ umrissen werden. Die Erfahrung zeigt, dass oft Berufe auch deshalb in der Region verstärkt angeboten werden, weil sie in der Nähe zum Betrieb beschult werden können. Einige Ausbildungsbetriebe der Region haben sich gegenüber dem Beruflichen Schulzentrum entsprechend geäußert


 

Berufliche Weiterbildung am BSZ "Julius Weisbach"

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2008/09 am 25. August 2008 besteht am Beruflichen Schulzentrum "Julius Weisbach" in Freiberg wieder die Möglichkeit eine Ausbildung zum „Staatlich geprüften Techniker“ in den beiden Fachrichtungen Bohr- oder Geologietechnik zu beginnen.

Bewerbungen sind ausdrücklich erbeten (möglichst bis zum 30. April 2008).

In der zweijährigen, in Deutschland an öffentlichen Schulen einmaligen Ausbildung werden in ausgezeichnet ausgestatteten Unterrichtsräumen Fachkräfte der mittleren Ebene ausgebildet. Der Einsatz erfolgt z. B. in Ingenieurbüros, Bohrunternehmen, geologischen Landesämtern oder kommunalen Einrichtungen.

In der vergleichsweise kurzen Ausbildung wird die berufliche Handlungskompetenz erheblich erweitert; für mittlere Leitungsfunktionen ist nicht in jedem Falle ein abgeschlossenens Hochschulstudium erforderlich. Der enge Praxisbezug erleichtert den Wiedereinstieg in das Lernen, zumal wenn seit dem letzten Schulbesuch Jahre vergangen sind. Unter der Leitung von erfahrenen Lehrkräften werden mehrere intensive Praktika sowie Exkursionen durchgeführt.

Wer ein späteres Studium anstrebt, kann zusätzlich im Rahmen ihrer Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben. In der öffentlichen Schule werden keine Lehrgangsgebühren fällig, die auf dem privaten Bildungsmarkt regelmäßig erhoben werden. Die Kosten für die Fachschüler betreffen lediglich bestimmte Arbeitsmaterialien und ggf. die Unterkunft in Freiberg. Grundsätzlich besteht auch die Fördermöglichkeit nach BAföG oder Meister-BAföG.

Voraussetzung für die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker sind in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens einjährige Praxiserfahrungen oder eine mehrjährige Berufstätigkeit auf gewerblich-technischem Gebiet. Dienstzeiten bei der Bundeswehr werden berücksichtigt.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und des künftigen Fachkräftebedarfes der Wirtschaft wird sich der Stellenwert der beruflichen Weiterbildung in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.

Interessant dürfte die Ausbildung auch zur Überbrückung von Zeiten der Arbeitslosigkeit sein, zumal für die Absolventen bundesweit sehr gute Vermittlungschancen bestehen. Allzu oft wird in Berufe umgeschult, die eigentlich für Absolventen der allgemein bildenden Schulen vorgesehen sind und kaum noch Karrieremöglichkeiten bieten.

Bohr- oder Geologietechniker üben keinen Massenberuf aus und sind bei den Unternehmen begehrt. Während der Beruf Geologietechniker für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet ist, ist der Bohrtechniker eine Männerdomäne. Bohrunternehmen operieren zudem weltweit. Berufliche Flexibilität und ein gewisses Maß an Abenteuerlust gehören daher zur Berufsausübung.

Für weitere Informationen stehen die Lehrkräfte des Fachbereiches und der Schulleiter gern zur Verfügung.